Werde Schmerz über Mairis Briedis bringen Featured

  • Mittwoch, 29 März 2017 00:00
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Marco Huck: Werde Schmerz über Mairis Briedis bringen

"Keine Schmerzen". Marco Huck hat sich vor dem WM-Fight gegen Mairis Briedis (Samstag, ab 22.45 Uhr live bei RTL) das Diktum von Filmheld Rocky Balboa zu Eigen gemacht. Pein – die soll am 1. April in der Dortmunder Westfalenhalle nur sein Kontrahent aus Lettland erfahren.

Huck hat "kein normales Schmerzempfinden"

"Ein Indianer kennt keinen Schmerz", sagte Huck vor dem Duell um die Cruisergewichts-Titel von WBC und IBO. Sein ehemaliger Coach Ulli Wegner habe ihm das alte Sprichwort früher in den Ringpausen immer wieder eingeimpft. "Irgendwann hört man als Kämpfer dann einfach auf, seinem Trainer zu erzählen, dass man Schmerzen spürt. Man kämpft einfach wie ein tapferer Indianer weiter", so der 32-Jährige.

Bei seinem letzten Kampf im November vergangenen Jahres stellte Huck seine Schmerzresistenz gegen Dmytro Kucher eindrucksvoll unter Beweis. Acht Runden kämpfte der IBO-Champion gegen den zähen Ukrainer mit einer gebrochenen rechten Hand. "An eine Aufgabe habe ich natürlich nie gedacht, weil ich einfach ein anderes Schmerzempfinden habe als normale Menschen", betonte Huck.
Dass das Duell mit dem schlagstarken Briedis (18 K.o.-Siege in 21 Kämpfen) erneut viele Pein mit sich bringen könnte, blendet Huck aus. "Nicht für mich. Schmerzen wird nur mein Gegner haben."

Laut Trainer Oktay Urkal hat Huck sich im abgeschiedenen Braunlage im Harz hervorragend vorbereitet. Sein Schützling habe "extrem hart trainiert", an einem Nachmittag "normalerweise drei Sparringspartner bearbeitet".

Zudem überließ der 'Käpt’n' nichts dem Zufall, engagierte eigens einen Koch, um sich in der Trainingsphase optimal zu ernähren. Eine Maßnahme, die sich ausgezahlt hat. Beim vom Weltverband WBC angesetzten Kontroll-Wiegen eine Woche vor dem Kampf brachte Huck 92,49 Kilogramm auf die Waage und lag damit schon fast innerhalb des Cruisergewichts-Limits von 90,72 Kilogramm.